Apple-Zulieferer Foxconn weiterhin stark in der Kritik
Allgemein Mittwoch, 8th Februar, 2012Das asiatische Unternehmen Foxconn, das vor allem für Apple und zahlreiche weitere Computer-Hersteller im Auftrag tätig ist, gelangte besonders in den vergangenen Wochen stark in die Kritik. Die unmenschlichen Arbeitsbedingungen standen dabei im Zentrum der Berichterstattungen. Der US-TV-Sender CNN zeigte sich dabei sehr engagiert mit der Aufklärung über die Bedingungen in den Foxconn-Werken und legt nun mit einer weiteren Reportage nach, in der aufgezeigt wird, unter welchen Umständen die zahllosen Arbeiter in den Werken des Unternehmens hochwertige Elektronikgeräte zusammenbauen.
So schickte der amerikanische TV-Sender ein Team nach China, damit sich dieses ein Bild über den Auftragshersteller Foxconn machen kann, inwiefern die berichteten negativen Meldungen auch zustimmen oder nicht. Dabei konnte das Reporterteam feststellen, dass die Mehrzahl der Kritik der Wahrheit entspricht. Demnach sprachen die CNN-Reporter mit einer 18-jährigen Arbeiterin von Foxcoon, die nicht Positives über ihren Arbeitgeber aussagte. Sie gab bekannt, dass sie im Regelfall eine 60-Stunden-Woche bewältigen muss und dabei keinerlei Bonuszahlungen erhält. Selbst eine Form des Krankenschutzes ist dabei nicht für die Arbeiter vorhanden, was besonders negativ auffällt. Laut den Aussagen der Arbeiterin müssen Frauen die Männerarbeit übernehmen und Männer stundenlang an den Maschinen stehen.
Den CNN-Reportern wurde dabei kein Zugang zu den Foxconn-Werken gewährt. Stattdessen interviewte man die Arbeiterin nach dem Feierabend. Um einer Kündigung aus dem Weg zu gehen, verfremdeten die Reporter den Namen der jungen Arbeiterin aus dem Interview.
(via)
Bild: 9to5mac.com
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