Auch Apple, Google und RIM waren an Palm- WebOS interessiert
Allgemein Sonntag, 18th Juli, 2010Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass der renommierte Handyhersteller Palm mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat, woraufhin einige namhafte Konkurrenten Angebote für den angeschlagenen Konzern gemacht haben, zu dem unter anderem auch das angesehene webOS gehört. Den finalen Zuschlag hat Hewlett Packard bekommen, das sich allem Anschein nach gegen Lenovo und HTC durchgesetzt hatte.

Apple war interessiert
Doch nun wurde bekannt, dass HP keineswegs Lenovo und/oder HTC ausgestochen hat, vielmehr konnte sich HP in einem spannenden Kopf an Kopf-Rennen gegen den Smartphone-Hersteller Research in Motion durchsetzen, der durch seine Blackberry-Geräte weltbekannt ist.
Scheinbar standen die Chancen von RIM sehr gut, doch Hewlett Packard konnte mit einem erhöhten Angebot in letzter Sekunde zuschlagen und Palm am Ende für sich gewinnen, was viele Vorteile, unter anderem auch das webOS, mit sich bringt.
Darüber hinaus wurde bekannt, dass auch Apple großes Interesse an Palm gehabt haben soll, allerdings nicht bereit war den Kaufpreis von rund 900 Millionen Euro zu stemmen. Somit war am Ende der Weg für HP frei, das sich in Zukunft wohl verstärkt im Bereich der Smartphones tummeln wird.
Insgesamt 16 Angebote
Besonders interessant wären für Apple vor allem die Patente gewesen, die Palm auf sich vereint und mit denen Ideenschmiede Apple sicherlich einiges anzufangen gewusst hätte. Zudem hätte Apple der Kauf von Palm im Kampf gegen RIM in die Karten gespielt, da Palm besonders im Business-Sektor gut aufgestellt ist und RIM (mit Apples Unterstützung) ein großer Konkurrent hätte sein können.
Neben Apple & Co. sollen insgesamt 16 Angebote bei Palm eingegangen sein, wobei unter anderem auch Google am Kauf von Palm interessiert gewesen sein soll. Das aber wohl nur, um Konkurrent Apple auszustechen und diesem nicht die Schatztruhe Palm zu überlassen.
Da mit HTC, Lenovo, Google, Apple, RIM und Hewlett Packard nur sechs der 16 Unternehmen bekannt sind, die ein Angebot für Palm abgegeben haben, darf man sich fragen, wer noch so alles für Palm geboten haben könnte. Generell dürfte Palm für jeden Konzern interessant gewesen sein, der im Bereich der Smartphones agiert, also zum Beispiel Nokia, Motorola oder Sony Ericsson.
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